Löffel abgeben

D 2013 I 30 min. I Auftragsdokumentation

Produktion: NIKE e.V. mit dem Theater der Migranten
Regie und Montage: Anna Mbiya Katshunga


LÖFFEL ABGEBEN

 

Auf dem Neuköllner Friedhof Lilienthalstrße, wo 4.935 Opfer des Zweiten Weltkrieges ruhen, kommen 15 Jugendliche aus Polen und Berlin zusammen, um eine theatrale Performance zu entwickeln, die sich mit Vergänglichkeit und Wandel beschäftigt und durch die ehemalige Feierhalle führt.

Der umgangssprachliche Ausdruck "Löffel abgeben" rührt daher, dass der Löffel früher zu den wenigen persönlichen Besitztümern eines Menschen gehörte und nach dem Tod an die Nachfolger weiter gegeben wurde.

Zitat eines Spielers zur intensiven Körperarbeit:

»Am Anfang habe ich wirklich gar nichts verstanden! Wirklich gar nichts!

Aber mit der Zeit habe ich dann in meinem Kopf ein Schalter umgedreht, damit ich anders denke und es nicht in meiner Perspektive sehe, also wie ich es normalerweise sehe, sondern ein bisschen künstlerischer: das Innere sehen, die Art und Weise, also das Versteckte darin sehen. 

Das war schon schwer, das überhaupt zu finden, das Versteckte!«


 

LÖFFEL ABGEBEN
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