Off Season
2019 | 43 min. | Kinospielfilm
Regie: Henning Beckhoff
Produktion: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Montage: Anna Mbiya Katshunga
Weltpremiere: 69. Internationale Filmfestspiele Berlin 2019

Judith ist schwanger und wird von ihrem Mann Gregor mit einem Wellnessurlaub auf Sizilien überrascht, damit sie sich von der Arbeit erholt.
Es fällt ihr schwer von ihrer Arbeit los zu lassen und sie fühlt sich zunehmend in die Rolle als werdende Mutter gedrängt.
Mit kleinen Provokationen versucht Judith, ihren Bedürfnissen Gehör zu verschaffen, doch Gregors Erwartungen an die zukünftige Familie und der Druck in Judith's Beruf verstärken in ihr den Wunsch aus dieser Enge auszubrechen.
Sie flüchtet sich in die belebten Straßen Palermos, wo sie anderen Lebensebtwürfen begegnet, die sie letztlich mit sich selbst konfrontieren.
Die letzten Tage im Resort werden zu einer Zerreißprobe, in der es um die Vereinbarkeit von Familie, beruflichem Erfolg und Selbstbestimmung geht.
Auswahl Festivals
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Preise & Nominierungen
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Jurybegründungen
"Ein Überraschungsurlaub soll einer scheinbar normalen Beziehung neuen Schwung verleihen. Wir wissen noch nicht, was los ist, aber wir spüren schon in den Bildern, dass etwas nicht stimmt. Der konsequente Kompositionsstil von Sabine Panossian entführt uns in diese Welt, ohne sich auf stereotype Bilder zu verlassen. Das Gefühl des Verloren seins wird allmählich greifbarer, so dass wir die Unfähigkeit der Figuren, über ihre Gefühle zu sprechen, sehen, spüren und teilen können. Ein kühnes Konzept, das sich im Laufe des Films nicht erschöpft, sondern sich in emotional wichtigen Momenten feinsinnig erneut findet."
IFFF Dortmund
"OFF SEASON arbeitet mit einer Genauigkeit und Stilsicherheit, die wir unbedingt hervorheben möchten. Der Film ist eine Gesamtkomposition aller Gewerke. Kamera, Licht, Ton, Musik, Ausstattung, Maske, Kostüm, Drehbuch, Regie und Schauspiel finden sich in einem stilistischen Wurf, der sehr sensibel ein relevantes Thema – welche Erwartungen werden in unserer Gesellschaft an den Körper einer Frau und die Rolle der Mutter gestellt – aufgreift und aufzeigt. Die Tatsache, dass uns beide Figuren nicht sympathisch werden wollen, uns ihre Geschichte und ihre Konflikte dennoch berühren, hat uns sehr beeindruckt."
Achtung Berlin
"An den Spielarten der Liebe lässt sich ein ausdrucksstarkes Bild der heutigen Generation der 25- bis 45-Jährigen aufzeigen. (...) Die Filmemacher*innen und ihre Figuren sind kreativ, egozentrisch, hedonistisch und bewegen sich im Spannungsfeld von Abenteuerlust und Selbstverwirklichung einerseits und der Sehnsucht nach Vertrauen und Sicherheit andererseits.“
Linda Söffker: 69. Internationale Filmfestspiele Berlin




















