Fossil
D 2022 | 90 min. | Kinospielfilm
Regie: Henning Beckhoff II Produktion: Jost Hering Film I HUPE Film
Montage: Anna Mbiya Katshunga
Weltpremiere: Filmfest München 2023
Kinostart: 13.06.2024

Seit 40 Jahren ist die Hauptfigur Michael mit seiner Arbeit im Tagebau verwachsen.
Die Braunkohle ist in Michaels Welt nicht weg zu denken, weshalb er seine Warnweste auch zu Hause nicht ablegen kann.
»Zu Recht und Ordnung gehört eben auch die Versorgungssicherheit!«
Seine Frau Miriam wünscht sich mehr Offenheit, was sich nicht nur zum Konfliktpotential mit der gemeinsamen Tochter entwickelt, sondern sich auch auf die Nachbarschaft ausweitet.
Michaels spärliche Antwort auf die Frage, was er und seine Frau Miriam eigentlich noch gemeinsam haben, wirkt unbeholfen.
Die kindliche Sturheit des alten Mannes steht ihm letztlich selbst im Wege.
Auswahl Festivals
Preise
Achtung Berlin - 2024
Max Ophüls Filmpreis - 2024
Finále Plzen - 2023
Filmfest München - 2023
Exground Filmfest Wiesbaden - 2023
Filmfest Cologne - 2023
Filmfest Lünen - 2023
FIPRESCI-AWARD Filmfest München - 2023
Förderpreis Neues Deutsches Kino - Filmfest München (nominiert)
Jurybegründung
"Die FIPRESCI-Jury vergibt ihren Preis an FOSSIL von Henning Beckhoff für seine bemerkenswerte Fähigkeit, soziale Schärfe - in der Betrachtung von traditioneller Industriearbeit, Familien- und Generationskonflikten sowie Umweltaktionismus - zu verbinden mit trockener Situationskomik und visuellem Witz. In seine emphatische Darstellung mischt er satirische Elemente. Seinen widerborstigen, manchmal unsympathischen Protagonisten porträtiert er mit großer Zärtlichkeit und Momenten überraschender Intimität. Die einzigartige postindustrielle Landschaft des Kohleabbaus setzt der Regisseur in seinem Spielfilm eindrucksvoll ins Bild, macht aber zugleich die universellen Aspekte der Geschichte deutlich."
FIPRESCI Preis Jurybegründung
Pressestimmen
"FOSSIL erzählt von Zeitenwechsel und Generationsproblemen. Die Zukunft kann einem Angst machen, das erzählt FOSSIL gekonnt in langsamen, großen Bildern"
KinoKino
"Beschrieben wird in „Fossil“ vor allem der Wandel durch Klimawandel. Was nicht nur als Politikum dargestellt wird, sondern auch als eine Sache, die uns eben betrifft. Und nicht nur uns: auch den Film selbst."
Junge Welt
"Ein leises Drama – Markus Hering verleiht diesem frustrierten, aber herzensguten Beinahe-Wutbürger in seinem Scheitern die tragische Würde eines Don Quichotte des Tagebaus"
Tagesspiegel
"Regisseur Henning Beckhoff setzt nicht auf laute Action, sondern konzentriert sich stattdessen auf die Menschen und die Landschaften der Region."
IndieKino
"FOSSIL hat seine Stärken in der Fotografie"
epd film
"Ein ungewöhnlicher Spielfilm"
Frankfurter Rundschau
"Sehr gegenwärtige Milieu- und Charakterstudie"
Dresdner Morgenpost
"Mit seinem dritten Spielfilm ist ihm ein wahrhaft unbequemes Werk gelungen"
Tip
"Herrlich ironische Dramödie im lakonischen Stil eines Kaurismäkis"
Lift Stuttgart
"Mann beißt Bagger"
Zeit online
"Wie aus einer anderen Zeit"
Berliner Morgenpost
"Die sachliche Inszenierung meidet alles Sentimentale und malt realistisch das unausweichliche Verschwinden einer Welt aus – sehenswert!"
filmdienst















