Fünf Dinge, die ich nicht verstehe
2017 I 71 min. I Kinospielfilm
Regie: Henning Beckhoff
Produktion: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Montage: Anna Mbiya Katshunga
Kinostart: 07. November 2019

»Wenn man jung ist, dann will man wissen wer man ist oder wer man sein könnte. Aber woher weiß man das ?
Woher weiß man denn überhaupt, was man will ?«
In einer Kleinstadt am Rande des Ruhrgebiets sucht ein Junge vom Bauernhof seinen Platz in der Welt.
Hin- und hergerissen zwischen Stadt und Land, zwischen bester Freundin und älterem Bruder, zwischen Gegenwart und Tradition, sehnt sich Johannes nach Abenteuern und Anerkennung.
Auswahl Festivals:
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Preise:
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Jurybegründungen
"Diesem Ensemble zu folgen, ist eine Freude. Je länger der Film andauert, desto mehr versinken seine Protagonist*innen in verwirrenden Beziehungsstrudeln. Und das machen sie mit einer Frische und einer Verve, dass wir ihnen in jede Situation gerne folgen. Mit großem persönlichem Einsatz finden sie in archaischen Konstellationen einen eigenen Zugang, der überzeugt und Lust bereitet, der irritiert, anrührt und unterhält. Ein intensives Zusammenspiel, das sich nicht schont, in vollen körperlichen Einsatz geht und sich kompromisslos hingibt an den Moment und die Mitspieler*innen. In Zusammenarbeit mit der Casterin Ulrike Müller hat die Regisseurin Bettina Blümner ihre Protagonist*innen gefunden. Eine rundum gute Wahl."
Achtung Berlin Filmfestival
Einem Jungen wird gesagt, dass er zu jung ist umTraktor zu fahren und dass auf das Land seines Vaters gefälligst Wild-Korridore gehören. Dass er sich um die Oma kümmern muss, auf der Treibjagd helfen soll, dass er die Finger von Rosa lassen soll, die ihm Puddingbrezeln schenkt. Er soll sich selbst erfühlen, Diogenes verstehen, pünktlich sein, still sitzen, seine gerade erst gefundene Motorradjacke zurückgeben. Was er selbst will, das weiß Johannes nicht, woher auch…?
Henning Beckhoff erzählt von seiner eigenen Heimat in einer liebevoll - lakonischen und authentischen Art, besetzte Laien und Schauspieler, zeigt uns eine Welt, in die wir allzu gerne eingetaucht sind. Dialoge, in denen kein Wort zu viel gesprochen wird, eine Bildgestaltung, die die Schönheit und Tristesse der Provinz gleichermaßen einfängt, ein Film der sich viel Zeit und Raum nimmt, die Wirren des Erwachsenwerdens zu erzählen. Besonders bemerkenswert ist dabei, wie aktuelle politische Themen in diese scheinbar heile Welt eindringen.
Danke für diesen wunderbaren Film an Henning Beckhoff und sein Team!
Lobende Erwähnung - Internationale Hofer Filmtage
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